P-Seminar Jugend und Politik – Mit Politikern im Gespräch


 

Meinungsvielfalt in der Demokratie

Das Coronavirus stellt momentan weltweit Menschen vor eine Herausforderung, sei es privat oder geschäftlich. Doch auch die Demokratie hat mit der Coronakrise zu kämpfen, da die Politiker bei Entscheidungen, wie zu Beispiel der Impfdebatte, abwägen müssen, welche gesellschaftlichen Gruppen zuerst geimpft werden sollten und damit die Folgen für Geimpfte und Nichtgeimpfte verantworten müssen.

Dass zu diesen Themen eine Vielzahl von Meinungen existiert, lässt sich täglich in den Nachrichten und Talkshows sehen. Nicht immer überwiegen die Akzeptanz anderer Standpunkte und vernünftige Argumentationen, dies zeigt sich an der steigenden Anzahl von Anhängern von Verschwörungstheorien oder sogar an Ausschreitungen bei Demonstrationen, wie sie schon mehrfach in Deutschland und in anderen europäischen Ländern vorgekommen sind.

Jedoch ist der Meinungspluralismus eine der Grundideen der Demokratie und damit ausschlaggebend dafür, dass unsere Gesellschaft funktioniert.

Im Rahmen des diesjährigen P-Seminars „Jugend und Politik“, im Fach Sozialkunde unter Leitung von Frau Seeger, das unter dem Thema „Meinungsfreiheit“ und „Meinungsvielfalt“ stand, haben wir uns in der Qualifikationsphase damit beschäftigt, wie man Jugendlichen das politische Geschehen näherbringen kann. Unser Projekt sollte es den jüngeren Schülern, mithilfe von Workshops und einer Podiumsdiskussion, ursprünglich ermöglichen, sich selbst in den Bereich Politik einzuarbeiten. Beides war aufgrund der aktuellen Lage leider nicht möglich, weshalb wir uns daraufhin entschlossen haben, einzelne Politiker online zu interviewen. Hierbei haben wir darauf geachtet, möglichst alle Parteien einzubinden, die im Bundestag und im bayerischen Landtag vertreten sind, da es in einer Demokratie, wie sie Deutschland ist, wichtig ist, die verschiedensten Ansichten zu unterschiedlichen Themen zuzulassen und sich damit auseinanderzusetzen. Folgende Politiker wurden von uns befragt:

 

 

 

 

 

– Herr Staatsminister Joachim Herrmann von der CSU (Fragen zum Interview)

 

 

 

 

 

– Frau Verena Osgyan von den GRÜNEN (Fragen zum Interview)

 

 

 

 

 

– Frau Gabi Schmidt von den „Freien Wähler Bayerns“ (Fragen zum Interview)

 

 

 

 

 

– Frau Alexandra Hirsemann von der SPD (Fragen zum Interview)

 

 

 

 

 

– Herr Ferdinand Mang von der AFD (Fragen zum Interview)

 

 

 

 

 

– Herr Matthias Fischbach von der FDP (Fragen zum Interview)

 

 

 

 

 

– Herr Harald Weinberg von DIE LINKE (Fragen zum Interview)

 

Auch wenn es anfangs schwer war, sich auf Themen zu einigen und passende Fragen an die Politiker zu finden, lässt sich abschließend sagen, dass wir trotz großer Nervosität und hoher Anspannung informative und interessante Interviews zustande gebracht haben. Wir alle waren uns nach den geführten Interviews einig, dass auch Politiker nur Menschen sind und dass man sich gar nicht so große Sorgen hätte machen müssen. Sich mit Politikern aus höheren Positionen zusammenzusetzen, war für uns alle eine neue aber weiterbringende Erfahrung.

Wir wünschen allen Websitebesuchern viel Spaß mit den Interviews und laden alle Schüler und Sozialkundelehrkräfte dazu ein, sich auch im Unterricht mit unseren Videos zu beschäftigen!

Das P-Seminar Jugend und Politik 2019/21

P-Seminar „Weimar“: Auf den Spuren deutscher Dichter und Denker…


 

Ob Goethe, Schiller, Wieland, Liszt oder Bach: schon vor Jahrunderten zog es Künstler, Philosophen, Schriftsteller und Musiker in die Kulturstadt Weimar. Aus diesem Grund ist die in Thüringen gelegene Stadt auch heute noch ein beliebtes Reiseziel für Touristen und Kulturliebhaber. 

Das P-Seminar Deutsch beschäftigte sich unter Leitung von Frau Bretzner mit dem Planen und Organisieren einer mehrtägigen Studienfahrt nach Weimar, die wir 2020 antreten wollten. Das Programm stand fest, die ersten Buchungen waren gemacht – als die Corona-Pandemie uns einen Strich durch die Rechnung machte und wir im Sommer 2020 mit der Tatsache konfrontiert waren, dass die Studienfahrt in dieser Art und Weise nicht stattfinden konnte. Überzeugt davon, dass unsere bisherigen Bemühungen nicht umsonst gewesen sein sollten, beschlossen wir, unser Vorhaben einem Tagesausflug anzupassen. Wir stornierten das Hotel, buchten den Bus um und kürzten das Programm, sodass wir uns am 25. September 2020 um 6.30 Uhr zusammen mit Frau Bretzner und Frau Rösl auf den Weg in die Kulturstadt im Herzen Thüringens machen konnten.

In unserer Planung und Organisation gestalteten wir in den Wochen zuvor kleine Stadtspaziergänge, auf deren Wegen wir an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbeikamen.

Im Programm einer Studienreise nach Weimar durften natürlich nicht die beiden wohl bekanntesten Dichter und Denker der Stadt fehlen: Goethe und Schiller. Auf dem Platz vor dem Theater steht das berühmte Goethe-Schiller-Denkmal. Goethe und Schiller blicken nebeneinanderstehend in die Ferne. Das Denkmal drückt die Freundschaft der beiden Dichter aus – eine Freundschaft auf Augenhöhe, das hebt das Denkmal hervor. Denn beide Dichter sind in gleicher Körpergröße dargestellt, um die literarische Ebenbürtigkeit zu betonen – eigentlich war Goethe ca. 10 cm kleinen als Schiller.

Betritt man die unweit des Theaterplatzes gelegenen Wohnhäuser von Goethe und Schiller, die unterschiedlicher kaum sein könnten, lernt man viel über das Leben der beiden, die Freundschaft, die sie verbunden hat, und ihre literarische Arbeit.

Das Spazieren durch die kleinen Straßen und Gassen Weimars oder durch den Park an der Ilm bietet eine schöne Abwechslung und erlaubt es, eine andere Seite der belebten Stadt kennenzulernen.

Geprägt wurde Weimar insbesondere durch die Herzogin Anna Amalia und ihren Sohn Carl August. Beide waren der Kultur sehr verbunden und holten viele der großen Dichter und Denker der damaligen Zeit in die kleine Stadt an der Ilm. Ein Besuch der nach der Herzogin benannten Anna-Amalia-Bibliothek mit dem beeindruckenden Rokokosaal durfte daher natürlich auf dem Programm auch nicht fehlen. Um den Tag in Weimar bestmöglich zu nutzen und einen vielfältigen Eindruck zu gewinnen, gab es die Gelegenheit in kleinen Gruppen die Stadt zu erkunden. Eine Gruppe nahm an einer Führung durch die Bibliothek teil, während eine andere Gruppe sich im Weimarhaus besonders mit der aufregenden Geschichte der Stadt vertraut machte und eine weitere Gruppe im neuen Bauhaus-Museum Einblick in die Kunst und Architektur des berühmten Bauhauses nahm.

Wir konnten einerseits tolle Eindrücke und Impressionen vom heutigen Weimar gewinnen, andererseits aber auch ein Gefühl davon bekommen, wie es damals wohl in der Stadt gewesen sein musste, als Goethe mit der Kutsche zu einer der vielen geselligen Tafelrunden bei Herzogin Anna Amalia durch die Stadt fuhr, oder als er sich auf den Weg zu seinem Freund Schiller machte. Die immense Vielseitigkeit der Stadt beeindruckte uns. Weimar prägte nicht nur die deutsche Geschichte und Literaturgeschichte, sondern auch die Musik und Kunst in vielfältiger Weise.

In den Wochen nach der Studienfahrt stellten wir eine Projekt-Mappe zusammen, in der wir eine Checkliste sowie wichtige Unterlagen sammelten und der Fachschaft Deutsch zur Verfügung stellten, damit diese Fahrt vielleicht auch in zukünftigen Jahren stattfinden, oder sogar fest im Fahrtenprogramm etabliert werden kann. Für uns war die Studienfahrt eine kulturelle Bereicherung und wir würden uns wünschen, dass viele Schülerinnen und Schüler auf den Spuren der großen deutschen Dichter und Denker die Kulturstadt Weimar erleben können.

 

von: Rosalie Späth, Q12

Eröffnung der Ausstellung „13 Führerscheine – dreizehn jüdische Schicksale“


 

80 Jahre lang lagen die blass-grauen, von den Nationalsozialisten beschlagnahmten Führerscheine unbeachtet in einem Aktenordner im Lichtenfelser Landratsamt. 2017 begaben sich Schülerinnen und Schüler des Meranier Gymnasiums auf eine spannende Spurensuche. Das Resultat: Eine preisgekrönte Ausstellung, die international mediale Beachtung gefunden hat. Sie wird zur Zeit ins Englische übersetzt und geht dann nach Amerika und Argentinien.

Als das P-Seminar Geschichte des Meranier Gymnasiums Lichtenfels unter der Leitung von Studiendirektor Manfred Brösamle-Lambrecht mit dem Projekt begann, wussten weder Schüler/innen noch ihr Lehrer, worauf sie sich da einlassen würden.  Im Zuge der anstehenden Digitalisierung hatte man im Februar 2017 im Keller des Landratsamtes Lichtenfels einen alten Umschlag gefunden, der dreizehn konfiszierte Führerscheine enthielt, die man jüdischstämmigen fränkischen Mitbürgern nach der Pogromnacht 1938 abgenommen hatte. Kurzerhand entschloss Landrat Christian Meißner, dass die Biographien dieser dreizehn Menschen von den Schülerinnen und Schülern des hiesigen Gymnasiums aufgearbeitet werden sollten. „Ich dachte, dass wir das Schicksal der einzelnen Führerscheinbesitzer rekonstruieren und ihr Leben dann einfach auf einem großen Plakat festhalten“, erinnert sich eine ehemalige Abiturientin, die mit drei weiteren Teilnehmern des P-Seminars nach Röthenbach ans GSG gekommen war, um den Neuntklässlern ihr vielbeachtetes Projekt vorzustellen. Dass daraus weit mehr werden sollte, damit hatte zunächst niemand gerechnet. Die anfängliche Google-Suche avancierte zur aufwändigen Forschungsarbeit in Datenbanken und internationalen Archiven. Die noch lebenden Verwandten wurden über Facebook und per E-Mails kontaktiert und es konnte sogar noch eine Zeitzeugin interviewt werden.

Fünf Menschen wurden ermordet, acht gelang die Flucht

Eine Oberstufenschülerin hatte das Leben von Leo Banemann nachverfolgt, der im April 1939 mit einem der letzten Schiffe nach Kuba und von dort zu seiner Schwester in die USA fliehen konnte. Bei „find a grave“, einer Onlinedatenbank für Friedhöfe und Grabstätten, stieß sie auf sein Grab, er verstarb im Oktober 1963 in Baltimore. Andere Recherchen führten nach Buenos Aires. Dort konnte die Enkelin von Jenny Kraus ausfindig gemacht werden, die ebenfalls alle Hebel in Bewegung setzte, um an der bewegenden Ausstellungseröffnung in Lichtenfels teilzunehmen, in der den Nachfahren die Führerscheine ihrer Familienangehörigen überreicht wurden. Andere Nachkommen wurden in Israel gefunden. Doch nicht allen Führerscheinbesitzern gelang die Flucht. Fünf jüdische Bürgerinnen und Bürger wurden von den Nazis nicht nur diskriminiert und schikaniert, sondern auch ermordet. Zwei davon waren Alfred Oppenheimer und Leo Wolf aus dem Landkreis Lichtenfels, der vermutlich im Vernichtungslager Sobibor umgebracht wurde, nachdem er im April 1942 deportiert worden war.

 „Jetzt hatten wir Namen“

 „Alle wissen, dass Juden in den Konzentrationslagern ermordet wurden, aber jetzt hatten wir Namen. Das waren dann der Alfred, der Leo oder die Anni, die getötet wurden., meinte eine Abiturientin des P-Seminars. 14 Tage lang hatten auch die Schülerinnen und Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Gelegenheit wertvolle Erinnerungsarbeit zu leisten. Mit den millionenfach Verfolgten, Entrechteten und Ermordeten verbinden nun auch die Röthenbacher Scholl-Schüler ein Gesicht.

 

 

Spekulation mit Blick auf die Umwelt – toller Erfolg beim „Planspiel Börse“


 

RÖTHENBACH — Jasmin, Philipp, Okan und Jakob sitzen im Café der Schwarzlichtfabrik in Nürnberg und ihre Wangen glühen vor Aufregung. Und vor Farbe, die das Schwarzlicht reflektiert. Gleich erhalten sie vom Leiter der Abteilung Direct Banking der Sparkasse Nürnberg, Thomas Feneberg, ihre Urkunde als Siegerteam des „Planspiels Börse“ in der Region Nürnberg. Die vier Zehntklässler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Röthenbach haben den Nachhaltigkeitswettbewerb des Planspiels 2019 gewonnen.

Unter dem Gruppennamen „Herr Bretzner wäre stolz“ beschließen sie im September 2019, unterstützt von ihrem Wirtschaftslehrer Sebastian Bretzner, das fiktive Startguthaben in Höhe von 50 000 Euro in Aktien von Unternehmen, die im Planspiel als „nachhaltig“ gelistet werden, anzulegen. „Wer beim Thema Nachhaltigkeit gewinnen will, darf nur in ein einziges Börsenunternehmen investieren, das nicht nachhaltig ist. Alle anderen müssen zum Beispiel Umweltprojekte finanzieren“, sagt Okan. Er hat den größten Teil der Recherche übernommen.

Handeln per Online-App

 „Wir hatten zehn Wochen Zeit und haben in der Online-App des Planspiels 100 Aktien zur Auswahl bekommen. Erst haben wir uns über die Firmen informiert und uns dann für Adidas, die Münchner Versicherung, das Mode-Unternehmen Kering und Google – als das nicht nachhaltige Unternehmen – entschieden“, erzählt Okan. Die vier Freunde würden 2020 als Elftklässler gerne noch einmal zu Junganlegern werden. Dass das Spiel nicht allzu viel mit der Realität zu tun hat, wissen sie. „Wenn man nur über drei Monate Geld anlegt, ohne sich gut auszukennen, ist das Ergebnis Glücksache“, sagt Jakob.

Das Glück war auf der Seite von „Herr Bretzner wäre stolz“. Nach zehn Wochen verzeichneten sie einen Ertrag von rund 1900 Euro und belegten damit in Sachen Nachhaltigkeit im Vergleich zu 157 weiteren Gruppen den ersten Platz in der Region. Unter den 5742 teilnehmenden Gruppen mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit in Bayern landeten die vier Nachwuchs-Börsianer auf dem 63. Platz. Darüber, dass das Thema Nachhaltigkeit relevant ist, sind sie sich einig. „Die Umwelt wird immer wichtiger. Man muss sich heute überlegen, was brauchen wir eigentlich für die Zukunft?“, sagt Jasmin.

Wann kauft man eigentlich Aktien?

 Die 15-Jährige ist das zurückhaltende Mitglied der Gruppe. Sie wartet lieber, bis sie an der Reihe ist, während die drei Jungen auf jede Frage gleichzeitig antworten wollen. So viel Aufmerksamkeit ist ungewohnt und sie sind stolz auf ihre Urkunde und die 300 Euro Belohnung für alle zusammen. Der erste Platz war ihr großer Wunsch, aber auch ohne Preisverleihung hätten sie aus dem Planspiel einen Nutzen gezogen. „Ich habe vorher nicht gewusst, dass man Aktien nur zu bestimmten Tageszeiten kaufen kann und Gebühren zahlen muss. Adidas fällt normalerweise am Abend, aber wenn man den Kauf zu spät anmeldet, bezahlt man sie morgens, wenn sie teuer sind“, sagt Philipp. „Interessant war auch, was riskante und was sichere Anlage-Methoden sind und welche Firmen stabil bleiben. Diese Praxis war spannender, als im Unterricht Arbeitsblätter auszufüllen“, sagt Okan.

Ob sie mit ihrem Gehalt später einmal in Aktien investieren, wissen die vier noch nicht. „Wenn, dann müssen es gute Firmen sein, die keine Waffen verkaufen oder in anderen Ländern Wasser abpumpen“, sagt Jakob und die anderen nicken. Die vier im Alter von 15 und 16 Jahren haben sich ein hintergründiges Wissen über den Aktienhandel erarbeitet. „Wer an der Börse handelt, darf nicht vergessen, dass er damit Arbeitsplätze beeinflusst“, sagt Philipp.

Gerade sind „Herr Bretzner wäre stolz“ wieder am Diskutieren, als die Leiterin des Planspiels Börse in Nürnberg, Christine Feidel, das Siegerteam aus Röthenbach aufruft. Der Lehrer kommt auch mit nach vorne und beobachtet seine glücklichen Schüler beim Empfang ihrer Urkunde. Er wäre nicht nur, sondern er ist stolz auf sie.

Bericht und Bilder: Andrea Beck, Redaktion Pegnitz Zeitung

Festliches Weihnachtskonzert des Geschwister-Scholl-Gymnasiums


 

Auch heuer hat das Geschwister-Scholl-Gymnasium wieder zu seinem beliebten Weihnachtskonzert in die die Heilig-Geist-Kirche in Röthenbach eingeladen. Schon vor Beginn des Konzerts trafen sich viele Schüler, Eltern, Lehrer und Ehemalige vor der Kirche, um bei von der Schülerfirma Lazy’s verkauftem Glühwein ins Gespräch zu kommen und den Jahresausklang gemeinsam zu feiern.

Den feierlichen Auftakt machte der Chor von der Empore aus, der mit dem mährischen Lied „Seht, die gute Zeit ist nah“ gleich eine festliche Atmosphäre aufkommen ließ. Danach folgte das Orchester, in dem Schüler und Schülerinnen von der 5. bis zur 12. Jahrgangsstufe gemeinsam unter der Leitung von Musiklehrerin Priska Wagner-Paulus gemeinsam musizieren. Sie boten anspruchsvolle Stücke des 16. Jahrhunderts, aber auch das bekannte Lied „Sound of Silence“ von Paul Simon dar.

Weiter ging es mit den „Voices of GSG“, einem Projekt von Musiklehrer Michael Sikora, bei dem musikbegeisterte Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen ihre Lieblingssongs einstudieren und dann auf dem Weihnachtskonzert, beim Ehrenabend oder auf dem Sommerfest dem Publikum präsentieren können. In zwei Blöcken wurden Lieder von Max Raabe bis Billie Eilish vorgetragen. Für einige Fünft- und Sechstklässler war dies der erste, nervenaufreibende Auftritt vor einem großen Publikum, während die Schülerinnen der Mittel- und Oberstufe schon bei vielen Konzerten des GSG auf der Bühne standen und die Zuhörer wieder mit kraftvoll vorgetragenen Songs begeisterten. Klein und Groß erhielten viel Beifall für ihr musikalisches Können.

Der Große Chor und das Streichquartett mit Vokalensemble, beide unter der Leitung von Priska Wagner-Paulus, sorgten mit ihren Darbietungen wieder für weihnachtliche Stimmung. Die heuer zum zweiten Mal durchgeführten Probentage aller Ensembles boten die Möglichkeit, zwei Stücke einzuüben, in denen Streicher und Sänger gemeinsam musizieren, nämlich „Ave Maria“ sowie „In the bleak midwinter“, beide gekonnt und souverän vorgetragen. Die Lieder des Großen Chors bildeten den stimmungsvollen Abschluss des Konzerts mit einer mehrstimmigen Interpretation des traditionellen Weihnachtslieds „Oh Tannenbaum“, dem Gospel „Give us hope“ und dem schwungvollen „Slow rockin‘ christmas“, am Klavier begleitet von Musiklehrerin Margit Theile.

Direktor Clemens Berthold dankte am Ende dieses stimmungsvollen Konzerts allen Beteiligten herzlich für ihr Engagement und wünschte der gesamten Schulfamilie des Geschwister-Scholl-Gymnasiums erholsame Ferien und eine besinnliche Weihnachtszeit.

Anne Georg Orrù

Mehr Smartphone-Kompetenz für Kinder und Eltern!


 

Spannender und kurzweiliger Digital-Tag am Geschwister-Scholl-Gymnasium: Der Digitaltrainer Hendrik Odendahl informierte ca. 250 Eltern und 400 Schüler über die enormen Risiken und erstaunlichen Chancen der inzwischen weitverbreiteten Smartphone-Nutzung durch Schülerinnen und Schüler – und gab ganz konkrete Tipps für einen besseren digitalen Alltag in Schule und Familie. Schulleitung und Elternbeirat arbeiten Hand in Hand in Sachen Medienkompetenz!

Whatsapp, Spiele und YouTube überall: Immer mehr Schülerinnen und Schüler bekommen von Ihren Eltern Smartphones geschenkt – und nutzen es sofort nach Kräften. Doch der Einstieg ins Internet verläuft für viele Kinder früher oder später problematisch, was leider oft im Verborgenen bleibt und erst zum Vorschein kommt, wenn es zu spät ist. Da hilft nur geballte Medienkompetenz, wie sie der Digitaltrainer Hendrik Odendahl (www.digitaltraining.de) am 06. und 07.11.2019 sowohl Schülern als auch Eltern mit Ausdauer und viel Humor vermittelt hat.

Viele Eltern haben wenig Einblick in die digitale Lebenswelt ihrer Kinder

Zu Beginn des Elternabends erläuterten der Dozent erst einmal die Problemstellung: In der Öffentlichkeit wird das Thema Smartphone-Nutzung von Kindern sehr kontrovers diskutiert: Die einen dächten, je früher die Kinder damit anfingen, desto besser könnten sie wichtige Kompetenzen für die digitale Zukunft erwerben; andere machten grundsätzlich jede Art von Smartphone-Nutzung dafür verantwortlich, dass die Kinder „dick, dumm, krank, faul und traurig“ würden – und würden Smartphones am liebsten verbieten oder wegsperren, bis die Kinder erwachsen sind. Doch Smartphones haben sich so schnell unter Kindern verbreitet, dass wissenschaftlich belastbare Aussagen über die Auswirkungen von deren Smartphone-Nutzung noch ausstünden – also läge es an den Eltern, in der Zwischenzeit selbst einen vernünftigen Weg für die eigene Medienerziehung zu finden. Um dies zu tun, müsse man aber erst einmal verstehen, was die Kinder im Internet eigentlich tatsächlich machen – denn mit dem Smartphone könne man natürlich sehr viel mehr tun als nur mobil zu telefonieren.

Bibi, Gronkh & Simon Desue: Für die Kinder Stars, den Eltern unbekannt

Um zu erkennen, was viele Schüler heute an Smartphones so attraktiv finden, entführte Odendahl die Zuhörer in die digitale Lebenswelt der Kinder: Er stellte unter den Schülern allseits bekannte YouTube-Stars wie Bibi, Gronkh, Simon Desue oder Lisa & Lena ebenso vor wie die gängigen Social-Media-Plattformen Instagram, Snapchat und TikTok. Für viele Eltern offenbarte dieser Ausflug in die bunte digitale Lebenswelt der Jugend völlig neue Erkenntnisse – was zeigt, wie wenig viele Eltern zuvor tatsächlich über den digitalen Alltag ihrer Kinder gewusst hatten. Laut dem Digitaltrainer fehlen aber auch den Kindern in der Regel grundlegende Kenntnisse über die Medien, die sie tagtäglich viele Stunden nutzen: So berichtete er, dass nur sehr wenige Kinder in den 5. und 6. Klassen wissen, wie Google und Facebook – ihres Zeichens die Mutterkonzerne von YouTube und Whatsapp und gleichzeitig die beiden derzeit reichsten Firmen der Welt – eigentlich so viel Geld verdienen: Indem sie von jedem einzelnen Nutzer extrem detaillierte Daten-Profile anlegen und diese sehr lukrativ an die Werbe-Industrie verkaufen. Die Kinder zahlen also doch für die Nutzung der großen Internet-Plattformen: Zwar nicht mit Euro, aber mit ihren privaten Daten – und vor allem mit der Preisgabe nahezu aller ihrer Interessen.

Vielen Eltern ist erstaunlich unwichtig, was ihre Kinder auf dem Smartphone sehen können

Außerdem berichtete der Digitaltrainer, dass überraschend viele Kinder angeben, von ihren Eltern weder vor, bei oder nach der Übergabe des Smartphones wirklich ausführlich darüber informiert worden zu sein, welche Inhalte man im Internet ansehen dürfe und welche nicht – was eigentlich schon ein wenig merkwürdig sei, denn mit dem Smartphone lassen sich kinderleicht auch nicht altersgemäße Inhalte wie Pornos jeder Couleur oder allerbrutalste Gewalt-Videos ansehen. Der Medienpädagoge führte aus, dass dieser „medienerzieherische blinde Fleck“ vor allem an der Erfahrung der Eltern in deren eigener Kindheit liege: Damals gab es ganz einfach noch keine Smartphones, so dass das Verständnis für diese Risiken teilweise komplett fehle.

Es gibt keinen guten Grund für ein Smartphone im Kinderbett – aber viele schlechte

Eine ähnliche elterliche Unbekümmertheit gelte für das zeitliche Ausmaß der Nutzung digitaler Medien: Etwa dreiviertel der jugendlichen Smartphone-Besitzer (also drei von vier Schülern) hatten in den Workshops zuvor angegeben, dass sie ihr Smartphone sogar nachts im oder am Bett behalten dürften. Das ist laut Odendahl aber eine ausgesprochen bedenkliche Entwicklung, denn nachgewiesenermaßen schlafen die Kinder deshalb heute weniger als noch vor wenigen Jahren. Kein Wunder: Wer etwa durch eine Auseinandersetzung im Klassen-Chat oder ein nicht unbedingt jugendfreies Video emotional aufgewühlt ist, schlafe nun einmal schlechter ein; hinzukomme, dass der blaue Anteil am Display-Licht den Schlafrhythmus zusätzlich störe. Schlafmangel und Konzentrationsschwächen seien die Folge – was dann besonders die Lehrer am nächsten Tag zu spüren bekämen. Odendahl empfahl daher sehr eindringlich, alle Smartphones der Familie über Nacht an zentraler Stelle im Wohnzimmer oder Flur aufzuladen – natürlich gilt das auch für die Eltern!

Mit Spaß und Vertrauen: Eltern und Kinder sollten die digitale Welt gemeinsam entdecken

Der ehemalige Informatik- und Vertrauenslehrer Odendahl führte obendrein eindrucksvoll aus, welch enormes Potential neue digitale Technologien für unsere Gesellschaft und Wirtschaft haben – so dass man sich im Interesse der Kinder auch selbst für digitale Trend-Themen interessieren sollte und seine Kinder unterstützen sollte, wenn sie sich produktiv und/oder kreativ mit digitalen Medien beschäftigen. Dann fällt es auch leichter, den bei Digitalthemen sonst so oft stockenden Kommunikationsfluss zwischen Eltern und Kindern wieder in Gang zu bringen. Feste Regeln (siehe www.mediennutzungsvertrag.de) helfen dabei beiden Seiten – sie gelten natürlich auch für die Eltern. Zudem sollte man die Optionen aller Apps so einstellen, dass sie für minderjährige Nutzer besser und sicherer zu nutzen sind. Als zuverlässige Informationsquellen dafür und für weiteres medienpädagogisches Wissen führte Odendahl Webseiten wie www.klicksafe.de, www.medien-sicher.de oder www.handysektor.de an.

Die teilnehmenden Eltern waren sichtlich dankbar für die nützlichen Tipps, die sie während des Infoabends erhalten haben. Auch der Elternbeirat war am Ende der Veranstaltung hochzufrieden – allein der Publikumszuspruch spricht Bände – und freute sich über zahlreiche Spenden zur Finanzierung des Abends. Am Ende steht der gemeinsame Wunsch von Elternbeirat und Schulleitung das Projekt auch im nächsten Schuljahr weiter zu führen.

Der neue „EIERKOPF“ ist da!


 

Hey Du! Ja, Dich meine ich! Fühlst Du den Sommer: die warme Sonne, das Zwitschern der Vögel, die duftenden Blumen, das kühle Eis? Ein schönes Gefühl, oder? Das finden wir auch. Uns zieht es raus ins Freie, wir haben den tristen Winter hinter uns. Wir wollen wieder aktiv sein. Zeit wird’s dann wohl auch für die Bikini- und Badehosenfigur für die Sommerferien! Und darum widmen wir unsere Ausgabe in diesem Jahr dem #Sport!

Für alle, die die neue Ausgabe schon in den Händen halten und auf der Suche nach den Lösungen für unsere Sport-Rätsel sind: hier seid ihr richtig! Die Lösungen der drei Rätsel von den Seiten 24-25 findet ihr hier…

Wie, Du bist noch gar nicht in Besitz der neuen Ausgabe? Dann schnapp Dir doch ein Exemplar und steig ins Rätseln ein. Du kannst die neue Zeitung in unserem Schulshop für 2 Euro kaufen.

Wie, von Rätseln hältst Du nicht viel? Das ist gar kein Problem, denn der „Eierkopf“ hält noch vieles mehr bereit: vom neuesten Klatsch und Tratsch über die Generalsanierung bis hin zu Foto-Interviews mit Herrn Benker, Frau Prucker und Herrn Scharf. Natürlich informieren wir Dich auch – getreu unserem Motto der Ausgabe: #Sport – rund um den Sport. Keine Angst – es ist für jeden was dabei. Für die, die ein bisschen fitter werden möchten – aber auch für die, die lieber anderen beim Sport zuschauen. Wir berichten über Fitness-Apps für das Smartphone, aber auch über Hundesport, über die Arbeit im Turnverein und vieles mehr.

 

Viel Spaß beim Lesen

wünscht eure Chefredaktion

 

Nadine Bayer (Q12)

 

 

 

Sommerkonzert des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Röthenbach (11.07.2019)


 

Traditionen sind wichtig und führen uns ein schönes Ziel vor Augen vor allem dann, wenn man sie wie am Geschwister-Scholl-Gymnasium schon seit Jahrzehnten pflegt. Pünktlich zum Schuljahresende und damit rund zwei Wochen, bevor die Schülerinnen und Schüler ihre Jahreszeugnisse in Empfang nehmen, beeindruckte die Schulfamilie des GSG mit einem stimmungsvollen Sommerkonzert, das  durch sein musikalisch anspruchsvolles, abwechslungsreiches Programm die Bestnote verdient.

Das Orchester unter der Leitung von Priska Wagner-Paulus zeigte gleich zu Beginn,  dass sich die monatelangen Proben gelohnt hatten. Das zahlreich erschienene Publikum wurde mit Tanzklängen in die Zeit der Renaissance entführt und durfte anschließend mit „Imagine“  und „Can you feel the love tonight“ zwei unvergessliche Lieder der Pop-Geschichte genießen. Der Juniorchor unter der Regie von Musiklehrerin Sarah Högner nahm die Zuschauer in schwungvollen Rhythmen mit nach Afrika, bevor das Streichquartett in gewohnter Virtuosität Sätze aus dem D-Dur Konzert von Telemann spielte. Beeindruckend war ebenfalls die Darbietung des Gesangsensembles mit den Stücken „In the merry month of may“ sowie  „Kommt, ihr G‘spielen“, einem Volkslied, dessen vierstimmiger Satz Melchior Franck zugeschrieben wird.  Ein ganz besonderes Highlight des Abends war das Geigensolo des Zehntklässlers Julian Kuppel, der nach dem letzten Ton aus dem Violinkonzert e-Moll von Mendelssohn-Bartholdy einen fulminanten Beifall für seine herausragende Leistung erntete. Begleitet wurde Julian von Priska Wagner-Paulus am Klavier.

Und was wäre ein Sommerkonzert des Geschwister-Scholl-Gymnasiums ohne den Auftritt des großen Chors, der auch während des gesamten Schuljahres immer wieder in Aktion tritt: Diesmal verzauberte er das Publikum mit dem Gospel „Poor wayfaring stranger“ mit einem Gesangssolo von Annika Schnauffer, dem anrührenden schottischen Volkslied  „Greensleeves“ und dem legendären Welthit „In the summertime“, dessen schmissige Rhythmen das Publikum in Hochstimmung versetzten. Chöre und Orchester zusammen sangen sich mit dem Dschungelbuchklassiker  „Probier‘s mal mit Gemütlichkeit“ in die Ferien. Nach der Pause ging es weiter mit orientalischen Klängen. Mit „Kiss Kiss“, dem Hit des türkischen Popsängers Tarkan,  warfen Ceylin und Aliya Erata, Melisa Güler und Elanur Aktürk dem begeisterten Publikum geräuschvolle Küsse entgegen. Musiklehrer Michael Sikora hatte mit den Unterstufenschülerinnen Mika Rathjen, Emma Staron, Joy Hafner und Adelina Jordache, den „Voices of GSG“,  noch weitere Hits einstudiert, die von den Mädchen mit viel Herzblut vorgetragen wurden. Erst seit einem halben Jahr probte die Band der Klasse 5c und schon konnte sie am Sommerkonzert drei Musikstücke zum Besten geben und ihre Percussionskünste beweisen. „Amadeus“ von Falco hatte es den Zuschauern besonders angetan, die zu den Rhythmen der Popikone der achtziger Jahre klatschten. Den Abschluss bildete wie immer die Big Band ebenfalls unter der Leitung von Michael Sikora, am Geschwister-Scholl-Gymnasium schon längst eine feste Institution. Der unvergessliche  Rhythm- and Blues-Song „Everybody needs somebody to love“ – ideal für die Blechbläser der Big Band – war wie geschaffen für zwei harte Jungs mit weichem Kern. Fabian Pürschel und Dominic Burkl aus der achten Klasse meisterten diese Rolle mit Bravour.  Vier junge Damen mit starken Stimmen läuteten das Ende des Sommerkonzerts ein:  Mit „You know I‘m no good“ und „Everytime we touch“ sangen sich Laura Kofi-Boateng und Tina Fischer in die Herzen des Publikums. Die Neuntklässlerin Selina Porstner, die seit der fünften Klasse auf der Bühne des Geschwister-Scholl-Gymnasiums steht, beeindruckte mit dem anspruchsvollen Song „Fallin‘“ von Alicia Keys und Lisa Kofi-Boateng mit einer mitreißend gefühlvollen Interpretation des Hits  „What is love“.

Hinter einem so abwechslungsreichen und abendfüllenden Programm steckt immer viel Arbeit. Das weiß auch Oberstudiendirektor Berthold, der den Musikkollegen seiner Schule zum Schluss Blumenpräsente überreichte und auch dem stets emsigen Technikteam sowie „lazy‘s“ für die immer zuverlässige Bewirtung seinen Dank aussprach.

 

„Das geht mich doch nichts an!“ – Oder?! For the Great Blue Cold now Reigns – Eine Theaterproduktion über die Verschmutzung der Meere


 

Die Mittelstufentheatergruppe des Geschwister-Scholl-Gymnasium hat sich dieses Jahr an ein ambitioniertes Projekt gewagt – ein selbst verfasstest Stück über die zunehmende Bedrohung des Lebensraums Meer durch Plastik und anderen Müll, den wir Menschen tagtäglich gedankenlos produzieren.

Gelungen ist den 12 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 7 und 9 unter Leitung von Dirk Benker eine aufrüttelnde, informative, aber auch teilweise heitere Produktion, die das Publikum nachdenklich gestimmt und dazu angeregt hat, das eigene Verhalten kritisch zu überdenken. Der Plastikmüll, der anfangs noch fein säuberlich in gelben Säcken am Rand des Geschehens lag, machte sich schnell breit und nahm bald den gesamten Bühnenraum ein, sodass Urlauber, Fische und Meerjungfrauen sich ihren Weg durch Plastiktüten und Flaschen bahnen mussten, was bei den Zuschauern an sich schon ein Gefühl des Unbehagens verursachte. Als das Publikum dazu noch mit unangenehmen Fakten über den Müll in den Ozeanen geradezu bombardiert wurde (genial dazu passend die pantomimische Darstellung mit Hilfe von Luftmatratzen), gab es wohl keinen, der nicht mit einem schlechten Gewissen an das eigene Konsumverhalten und das viele Plastik im eigenen Haushalt dachte. Genau das war aber auch die Intention des Stücks – die Schüler wollten gezielt aufrütteln und das Bewusstsein der Menschen im Umgang mit ihrer Umwelt schärfen. Weil aber keiner nur belehrt werden will, wechselten sich informative Sequenzen ab mit poetischen, bewegten Szenen, in denen die Schauspieler zeigten, wie man mit wenigen Requisiten, dafür aber viel Bewegung und Fantasie, passender Musik und Lichteffekten beeindruckende Bilder inszenieren kann. Ein von Haien bedrohter Fischschwarm, eine von den Männern enttäuschte Seejungfrau und ein kenterndes Forschungsschiff – es gab nichts, was die Schauspieler nicht überzeugend präsentieren konnten.

Auch Röthenbachs Bürgermeister Klaus Hacker und Landrat Armin Kroder zeigten sich beeindruckt. „Die Botschaft ist angekommen“, so Kroder. Jeder kann aus diesem Stück etwas mit nach Hause nehmen und durch seine persönlichen Entscheidungen dazu beitragen, dass nicht alles noch schlimmer wird.